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Nachdem
PCs immer schneller und Festplatten immer größer
werden, ist der Traum vom kompletten Heimstudio im Rechner
real geworden. Was fehlt ist noch die passende Soundkarte.
Da kommt die Delta 1010LT von MIDIMAN doch gerade recht.
Wer
jetzt gleich abwinkt, weil eine Soundkarte viel zu kompliziert
zu installieren ist, hat sich getäuscht: Die Delta 1010LT
flutscht kinderleicht in den Rechner. Den ausgeschalteten
PC öffnen und die Karte in einen freien PCI-Steckplatz
stecken. Gehäuse schließen und PC starten. Das
Betriebssystem erkennt die Karte automatisch. Jetzt die beigelegte
Treiber-CD einlegen und das Betriebssystem automatisch nach
den passenden Treibern suchen lassen. Das war's im Grunde
schon.
Bei
den meisten Betriebssystemen erübrigt sich sogar der
so ungeliebte Neustart. Passende Treiber gibt es übrigens
für fast alle Windowsversionen und für den Mac.
Sogar Treiber für das eher selten genutzte Betriebssystem
Linux sind, laut Hersteller, in Vorbereitung.
Klasse
ist, dass der Hersteller die schnellen ASIO-Treiber zur Verfügung
stellt. ASIO-Treiber bieten eine wesentlich bessere Performance
als dies andere Treiber tun. Das bedeutet die Verzögerung
(Latenz), bis das Abhörsignal (die Audiospur) wirklich
am Ohr ist, ist sehr gering.
Erwähnenswert
ist in jedem Fall das ausführliche Handbuch. Für
die Installationsprozedur gibt es eine gedruckte Anleitung.
Das Handbuch liegt auf der Treiber-CD als so genannte PDF-Datei
vor. Zum Lesen einer solchen Datei, braucht man einen Acrobat-Reader,
der kostenlos unter www.adobe.de/acrobat
herunter geladen werden kann.
Rein
technisch gesehen ist mit der Delta ein wirklich komplettes
Heimstudio zu realisieren. Dazu gehört aber noch ein
guter Mixer, mit dem die lose am Stecker hängenden Kabelanschlüsse
der Karte am besten fest verdrahtet werden. Für mehrere
wilde Verdrahtungsaktionen, ist die Kabelpeitsche nämlich
nicht geeignet. Anschlüsse bietet die Delta 1010LT genug:
Acht analoge Eingänge (Cinchbuchsen), davon zwei symmetrisch,
etwa um Mikrofone anzuschließen. Acht analoge Ausgänge
(Cinchbuchsen). S/P-DIF-Ein- und Ausgang elektrisch (Cinchbuchsen).
Für die Synchronisation mit anderem, professionellem
Studioequipment Wordclock-Ein- und Ausgang. Und schließlich
noch MIDI-Ein- und Ausgang (5 pol. Buchsen).
Da
lässt sich schnell erkennen, dass es sich bei der Delta
1010LT um eine reine Profikarte handelt. Das äußert
sich auch darin, dass die Karte keinerlei Anschlüsse
für interne Geräte des PCs, etwa CD-Rom und dergleichen
bietet. Mit einem Trick kann man solche Geräte aber doch
anschließen: An das Kabel des CD-ROM-Laufwerkes, können
Bastler nämlich auch eine Cinchbuchse anlöten und
damit lässt sich das Laufwerk denn auch audiomäßig
anschließen. Auch auf MIDI-Klänge muss der Anwender
verzichten. Dagegen hilft nur der Anschluss eines externen
Klangerzeugers, wie etwa ein JV 1010 oder ähnlichem.
Damit ist auch klar, dass die Karte mit PC-Spielen nichts
am Hut hat. Games bleiben mit der Delta 1010LT stumm. Dafür
bekommt der Anwender volle Dolby-Digital-Unterstützung
(Sechs-Kanal-Wiedergabe).
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