medi@tipps - know-how- Soundkartenanschluss - Seite 2/5
 
Eingänge der Soundkarte

Line-In-Anschluss
Dieser Anschluss ist für Geräte wie Audio-CD, Tapedeck, MiniDisk usw. gedacht. Hier können Sie keine niederpegeligen Instrumente wie Gitarre, Bass oder dergleichen anschließen. Warum das? Ganz einfach. Dieser Eingang ist für einen höheren Pegel, wie Sie eben CD und Co liefern ausgelegt. Außerdem ist die Verstärkung zu gering ausgelegt für solche Instrumente. Sie machen zwar nichts kaputt, wenn Sie so ein Instrument anschließen, aber Sie müssen dann alle Regler so weit aufreißen, dass der Rauschpegel zu groß wird. Also gilt hier: Anschluss von Gitarre und Co nur über ein Mischpult oder einem Vorverstärker.

Bis auf ganz seltene Ausnahmen handelt sich beim Line-In-Eingang der Soundkarte um ein Stereobuchse für sogenannte Mini-Klinkenstecker. Manchmal sind die Anschlüsse bei Soundkarten mangelhaft beschriftet. Am besten Sie schauen dann im Handbuch zu Ihrer Soundkarte nach, welche Buchse den nun zuständig ist. Fehlt bei Ihnen die Beschriftung bringen Sie am besten gleich selbst eine an. Das erspart Ihnen auf Dauer die nervige Suche.

Der Mic-In-Anschluss
Der Mikrofon-Anschluss ist ausschließlich für Mikrofone reserviert, da hier ein spezieller Mikrofonverstärker die extrem niederpegeligen Signale noch zusätzliche verstärken muss. Er wird oft durch ein symbolisches Mikrofon oder die Bezeichnung gekennzeichnet. Manche Soundkarten bieten auch den Anschluss von so genannten Kondensatormikrofonen. Diese benötigen eine Phantomspannung zum Betrieb. Diese Phantomspannung (zirka zwischen 12 und 48 Volt) stellt die Soundkarte bereit. Dazu müssen Sie aber meistens eine Jumper umstecken oder in der Software etwas einstellen. Lesen Sie dazu das Handbuch zu Ihrer Soundkarte.

Der digitale Eingang
Wenn Ihre Soundkarte einen digitalen Eingang besitzt, sind Sie in der glücklichen Lage von externen Geräten, die über einen digitalen Ausgang besitzen, Musik verlustfrei zu kopieren. Der digital Eingang ist bei Soundkarten nach dem S/P-DIF-Standard gebaut. S/P-DIF steht für Sony/Philips-DigitalInterFace. Diese digitale Schnittstelle ist also eine Gemeinschaftsproduktion der Firmen Sony und Philips.

Es gibt zwei Arten von digitalen Eingängen: Entweder den elektrischen oder den optischen. Viele Soundkarten verfügen über beide Anschlussmöglichkeiten. Der elektrische, digitale Eingang können Sie mit einem einfachen Cinch-Kabel nutzen, denn er verfügt über eine Cinch-Buchse. Dazu muss das Gerät, dass Sie an die Soundkarte anschließen wollen, über einen elektrischen, digitalen Ausgang verfügen.

Für die Benutzung des optischen, digitalen Eingangs brauchen Sie ein spezielles Glasfaserkabel. Sie bekommen es im Fachhandel. Die Stecker sind nicht genormt. Und so müssen Sie aufpassen, dass der Stecker in die Buchse passt. Meist ist es aber ein so genannter Toslink-Stecker. Neuere Geräte verwenden auch Mini-Plugs.

Um ein externes Gerät über den optischen, digitalen Eingang anzuschließen, müssen mit dem Glasfaserkabel den optischen, digitalen Ausgang des externen Geräts mit dem optischen, digitalen Eingang der Soundkarte verbinden.

Ob Sie nun die elektrische oder optische digitale Verbindung nutzen ist egal. Bei beiden kopieren Sie absolut verlustfrei.

     
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