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Alles
über Dolby und Surround
Dolby
ist nicht gleich Dolby. Es gibt nämlich ganz unterschiedliche
Verfahren zum Surroundsound. Lesen Sie hier wie sie sich unterscheiden.
Dolby
Surround
Dolby Surround verwendet das Kanalkodierungsschema Rechts
- Links- Surround, wobei der Surroundkanal das kombinierte
Signal von hinten links und hinten rechts enthält. Der
Surroundkanal wird zeitverzögert wiedergegeben, was noch
einen stärkeren räumlichen Charakter bringt. Erwähnenswert
ist, dass der Surround-Kanal phasenverschoben in die beiden
vorderen Kanäle kodiert ist. So müssen nur zwei
Kanäle übertragen werden und das Signal klingt auch
auf einem reinen Stereo-System noch gut.
Für
Dolby Surround brauchen Sie einen Verstärker oder Receiver
mit Dolby-Surround-Decoder und vier Lautsprecher.
Dolby
Pro Logic
Zu den vier Kanälen von Dolby Surround gesellt sich bei
Dolby Pro Logic noch ein Kanal hinzu. Er ist für den
Center-Lautsprecher zuständig. Er wird vornehmlich zwischen
die beiden vorderen Lautsprecher in der Mitte gestellt. Der
vierte Kanal soll hauptsächlich die Sprchverständlichkeit
erhöhen. Auch bei Dolby Pro Logic sind alle Kanäle
in die zwei Stereo-Kanäle codiert.
Für
Dolby Pro Logic brauchen Sie einen Verstärker oder Receiver
mit Dolby-Pro-Logic-Decoder und fünf Lautsprecher.
Dolby
Digital
Mit Dolby Digital, auch AC3 genannt, erhält der Anwender
eine 5.1-Codierung. Zu den vier Kanälen von Dolby Pro
Logic kommt jetzt noch ein Kanal für die Bassinformation
dazu. Während Dolby Surround und Dolby Pro Logic analoge
Codierungen sind, kommt bei Dolby Digital eine digitale Codierung
zum Einsatz. Mit Dolby Digital lassen sich wesentlich bessere
und präzisere Effekte erzielen. Der Frequenzumfang der
Haupt-Kanäle beträgt 3 Hz bis 20 kHz. Für den
Bass-Kanal 3 Hz bis 120 Hz. Damit sind die vier Haupt-Kanäle
erstmals gleichrangig im Frequenzumfang - und das hört
man deutlich. Die Abtastrate beträgt 44,1 kHz oder 48
kHz. Ein reines Stereo-Signal kann extrahiert werden. Damit
ist auch der Kompatibilität genüge getan.
Dolby
Digital findet seine Verbreitung hauptsächlich über
die DVD. Und auch die DVD-Spieler verfügen fast ausnahmslos
über einen digitalen Ausgang, an dem das Dolby-Digital-Signal
anliegt. Wenn Sie über eine Soundkarte mit Dolby-Digital-Decoder
und digitalem S/P-DIF-Eingang verfügen, können Sie
Dolby Digital auch am PC genießen. Wenn Sie nur einen
digitalen Eingang haben brauchen Sie noch einen Decoder.
Für
Dolby Digital brauchen Sie einen Verstärker oder Receiver
mit Dolby-Pro-Logic-Decoder und fünf oder sechs Lautsprecher.
Der sechste Lautsprecher muss ein Subwoofer sein, der nur
die tiefen Signale überträgt.
Weitere
Mehrkanalverfahren wie DTS, THX Sony Dynamic Digital Sound
usw. kommen nur in Kinos zum Einsatz und sind daher für
den Heimanwender uninteressant.
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