medi@tipps - hifi+audio - Soundkartentest - Seite 1/7
 

Für mehr Spaß - Musik am PC

Ohne Krach und Radau machen Spiele am PC einfach keinen Spaß. Doch Soundkarten leisten heute mehr. High Fidelity ist angesagt. Nicht alle Geräte sind aber wirklich HiFi-tauglich. Und nicht alle Soundkarten sind spieletauglich.

Den neusten Hit von Santana am Rechner abspielen, von Schallplatte auf Festplatte aufnehmen und auf CD brennen - das ist heute kein Thema mehr. Scheinbar. Doch aufgepasst: Nicht alle Soundkarten bringen den versprochenen HiFi-Genuss. Und nicht alle Soundkarten unterstützen den Spielespaß.

Grundsätzlich ist ein PC der Stereoanlage einen Schritt voraus: Er kann nicht nur CDs oder Musik von der Festplatte abspielen, sondern eignet sich auch hervorragend zur einfachen und komfortablen Soundbearbeitung. Die Hardware, die Sie dafür brauchen, ist inzwischen mehr als erschwinglich geworden. Noch vor vier Jahren war eine Soundkarte mit digitaler Schnittstelle nur jenseits von 250 Euro zu haben. Heute geht das schon ab 50 Euro.

Die Gretchenfrage ist und bleibt aber:
Ist der PC als Stereoanlage auch HiFi-tauglich? medi@tipps untersucht gängige und unbekannte Soundkarten und sagt Ihnen welche Sie für welchen Zweck einsetzen können - im Klartext und ohne technischen Kauderwelsch. Sollten Sie einen Fachbegriff nicht verstehen, schauen Sie unter "Fachbegriffe schnell erklärt" nach.

Soundkarten mit digitaler Schnittstelle
Moderne Soundkarten müssen heute anderen Anforderungen gerecht werden als noch vor ein paar Jahren. Wurde früher noch mit MIDI-Wavetable-Sound geworben, spielt diese Fähigkeit heute eine eher untergeordnete Rolle. MIDI-Klänge auf Soundkarten waren und sind einfach nicht authentisch genug.

Selbst superteuere Soundkarten werden in diesem Punkt heutigen Ansprüchen nicht gerecht. Das haben auch die Spiele-Hersteller bemerkt und setzen fast ausnahmslos auf Wave-Sounds, also auf echt aufgenommene und digitalisierte Klänge und Töne. Diese sind zwar rechenintensiv, doch moderne PCs sind schnell genug, um diese Aufgaben zu bewältigen.

Bleibt die Frage: Wer braucht diesen Standart aus den 70er Jahren, der hauptsächlich Klänge, aber auch Effekte und andere Parameter definiert. Für Hobby- und Profi-Musiker, die mit dem PC nicht nur Musik bearbeiten, sondern auch erzeugen wollen, ist MIDI unabdingbar. Sind die Klänge auf der Soundkarte zu schlecht, können Sie auch externe Sounderzeuger benutzen. Das MIDI-Format hat den Vorteil kleiner Dateien und leichter Manipulation. Mit einem Sequenzer-Programm können Sie auf einfache Weise mit MIDI-Musikstücke erzeugen.

Der Schwerpunkt unseres Tests liegt jedoch auf den Audioeigenschaften, die bei der Soundbearbeitung besonders wichtig sind. Zwei Testteilnehmer haben gar keine MIDI-Schnittstelle. Die Karte von der Firma Emagic ist ein reiner Audiospezialist im wahrsten Sinnen des Wortes, denn bessere Meßwerte brachte keine andere Soundkarte. Der neue Wurf von Terratec, die EWX 24/96, gibt sich ebenfalls als Midi-Muffel aus , ist dabei aber auch ein Audiospezialist.

Darauf müssen Sie beim Soundkarten-Kauf achten
Damit der verlustfreie Anschluss an die HiFi-Welt gelingt, brauchen die Soundkarten eine digitale Schnittstelle - so schließt sich der digitale Kreis. Aber digital ist nicht gleich digital. Es gibt verschiedene Bitauflösungen und Sampleraten.

Die Bitauflösung reicht von 8 bis 32 Bit. Die Samplerate von 11 bis 96 kHz. Nicht jede Soundkarte unterstützt alle Sampleraten oder Bitauflösungen. Eine Karte sollte jedoch mindestens den CD-Standart von 16 Bit und 44,1 kHz unterstützen. Nach Möglichkeit sollte die Samplerate auswählbar sein.

Wer einen ganz modernen Rechner ohne ISA-Slot hat, kann in Schwierigkeiten kommen. Ältere Soundkarten sind ausschließlich für diesen Slottyp gebaut. Beispielsweise die EWS 64 (L, XL) von Terratec kann nur in diesem Steckplatz betrieben werden. Nachteile ergeben sich ansonsten aber nicht daraus.

Die EWS gibt es mittlerweile auch für den heute gebräuchlichen PCI-Slot. Auf dem Gebrauchtmarkt finden Sie die alte EWS zuhauf. Der Grund: Die Karte ist kompliziert zu bedienen. Die Qualität jedoch ist fast überragend. Und so können Sie, wenn Sie die komplizierte Bedienung nicht scheuen, ein tolles Schnäppchen machen.

So testen wir Soundkarten
An einem Test bei medi@tipps sind grundsätzlich mehrere Kollegen beteiligt. Die Geräte werden standardmäßig durchgemessen. Mit den technischen Messdaten und den technischen Details werden Sie bei medi@tipps aber nicht behelligt. Sie erfahren mit einfachen Worten ob das Gerät gut ist oder nicht und ob der Preis angemessen ist.

Nicht mehr und nicht weniger. Gleichfalls bekommen Sie Tipps zu den Geräten oder Alternativen aufgezeigt. Zum Test waren die Karten in einen durchschnittlichen Standard-Rechner eingebaut, um auch deren Empfindlichkeit auf elektromagnetische Strahlen zu testen und eine normale Arbeitsumgebung zu schaffen. Nachfolgend können Sie alle Details über die Karten, die medi@tipps empfiehlt, lesen. Die Karten die nicht als Artikel erscheinen, finden Sie in der Tabelle-Soundkarten zusammengefasst.

     
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