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Ohne
Krach und Radau machen Spiele am PC einfach keinen Spaß. Doch
Soundkarten leisten heute mehr. High Fidelity ist angesagt.
Nicht alle Geräte sind aber wirklich HiFi-tauglich. Und nicht
alle Soundkarten sind spieletauglich.
Den neusten Hit von Santana am Rechner abspielen, von Schallplatte
auf Festplatte aufnehmen und auf CD brennen - das ist heute
kein Thema mehr. Scheinbar. Doch aufgepasst: Nicht alle Soundkarten
bringen den versprochenen HiFi-Genuss. Und nicht alle Soundkarten
unterstützen den Spielespaß.
Grundsätzlich ist ein PC der Stereoanlage einen Schritt voraus:
Er kann nicht nur CDs oder Musik von der Festplatte abspielen,
sondern eignet sich auch hervorragend zur einfachen und komfortablen
Soundbearbeitung. Die Hardware, die Sie dafür brauchen, ist
inzwischen mehr als erschwinglich geworden. Noch vor vier
Jahren war eine Soundkarte mit digitaler Schnittstelle nur
jenseits von 250 Euro zu haben. Heute geht das schon ab 50
Euro.
Die Gretchenfrage ist und bleibt aber:
Ist der PC als Stereoanlage auch HiFi-tauglich? medi@tipps
untersucht gängige und unbekannte Soundkarten und sagt Ihnen
welche Sie für welchen Zweck einsetzen können - im Klartext
und ohne technischen Kauderwelsch. Sollten Sie einen Fachbegriff
nicht verstehen, schauen Sie unter "Fachbegriffe schnell erklärt"
nach.
Soundkarten mit digitaler Schnittstelle
Moderne Soundkarten müssen heute anderen Anforderungen gerecht
werden als noch vor ein paar Jahren. Wurde früher noch mit
MIDI-Wavetable-Sound geworben, spielt diese Fähigkeit heute
eine eher untergeordnete Rolle. MIDI-Klänge auf Soundkarten
waren und sind einfach nicht authentisch genug.
Selbst superteuere Soundkarten werden in diesem Punkt heutigen
Ansprüchen nicht gerecht. Das haben auch die Spiele-Hersteller
bemerkt und setzen fast ausnahmslos auf Wave-Sounds, also
auf echt aufgenommene und digitalisierte Klänge und Töne.
Diese sind zwar rechenintensiv, doch moderne PCs sind schnell
genug, um diese Aufgaben zu bewältigen.
Bleibt die Frage: Wer braucht diesen Standart aus den 70er
Jahren, der hauptsächlich Klänge, aber auch Effekte und andere
Parameter definiert. Für Hobby- und Profi-Musiker, die mit
dem PC nicht nur Musik bearbeiten, sondern auch erzeugen wollen,
ist MIDI unabdingbar. Sind die Klänge auf der Soundkarte zu
schlecht, können Sie auch externe Sounderzeuger benutzen.
Das MIDI-Format hat den Vorteil kleiner Dateien und leichter
Manipulation. Mit einem Sequenzer-Programm können Sie auf
einfache Weise mit MIDI-Musikstücke erzeugen.
Der Schwerpunkt unseres Tests liegt jedoch auf den Audioeigenschaften,
die bei der Soundbearbeitung besonders wichtig sind. Zwei
Testteilnehmer haben gar keine MIDI-Schnittstelle. Die Karte
von der Firma Emagic ist ein reiner Audiospezialist im wahrsten
Sinnen des Wortes, denn bessere Meßwerte brachte keine andere
Soundkarte. Der neue Wurf von Terratec, die EWX 24/96, gibt
sich ebenfalls als Midi-Muffel aus , ist dabei aber auch ein
Audiospezialist.
Darauf müssen Sie beim Soundkarten-Kauf achten
Damit der verlustfreie Anschluss an die HiFi-Welt gelingt,
brauchen die Soundkarten eine digitale Schnittstelle - so
schließt sich der digitale Kreis. Aber digital ist nicht gleich
digital. Es gibt verschiedene Bitauflösungen und Sampleraten.
Die Bitauflösung reicht von 8 bis 32 Bit. Die Samplerate von
11 bis 96 kHz. Nicht jede Soundkarte unterstützt alle Sampleraten
oder Bitauflösungen. Eine Karte sollte jedoch mindestens den
CD-Standart von 16 Bit und 44,1 kHz unterstützen. Nach Möglichkeit
sollte die Samplerate auswählbar sein.
Wer einen ganz modernen Rechner ohne ISA-Slot hat, kann in
Schwierigkeiten kommen. Ältere Soundkarten sind ausschließlich
für diesen Slottyp gebaut. Beispielsweise die EWS 64 (L, XL)
von Terratec kann nur in diesem Steckplatz betrieben werden.
Nachteile ergeben sich ansonsten aber nicht daraus.
Die EWS gibt es mittlerweile auch für den heute gebräuchlichen
PCI-Slot. Auf dem Gebrauchtmarkt finden Sie die alte EWS zuhauf.
Der Grund: Die Karte ist kompliziert zu bedienen. Die Qualität
jedoch ist fast überragend. Und so können Sie, wenn Sie die
komplizierte Bedienung nicht scheuen, ein tolles Schnäppchen
machen.
So testen wir Soundkarten
An einem Test bei medi@tipps
sind grundsätzlich mehrere Kollegen beteiligt. Die Geräte
werden standardmäßig durchgemessen. Mit den technischen Messdaten
und den technischen Details werden Sie bei medi@tipps
aber nicht behelligt. Sie erfahren mit einfachen Worten ob
das Gerät gut ist oder nicht und ob der Preis angemessen ist.
Nicht mehr und nicht weniger. Gleichfalls bekommen Sie Tipps
zu den Geräten oder Alternativen aufgezeigt. Zum Test waren
die Karten in einen durchschnittlichen Standard-Rechner eingebaut,
um auch deren Empfindlichkeit auf elektromagnetische Strahlen
zu testen und eine normale Arbeitsumgebung zu schaffen. Nachfolgend
können Sie alle Details über die Karten, die medi@tipps
empfiehlt, lesen. Die Karten die nicht als Artikel erscheinen,
finden Sie in der Tabelle-Soundkarten
zusammengefasst.
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