medi@tipps - hifi + audio- Lautsprechertest - Seite 2/9
 

Großer Klang für kleines Geld - gibt's das?

Eine berechtigte Frage wenn der Blick auf das Preisschild fällt. Die Antwort ist so einfach wie eindeutig: Nein. Der Test beweist das guter Klang ganz einfach Geld kostet. Die zweite Frage wäre: Wie kann man so unterschiedliche Lautsprechersystem gerecht beurteilen?

Auch hier ist die Antwort einfach. Eine Lautsprecheranlage muss vor allem eines: Die Stromimpulse des Verstärkers in möglichst naturgetreuen Schall umwandeln. Keine leichte Aufgabe wie der Test beweist: Da werden bestimmte Frequenzbereiche überhöht dargestellt, andere wiederum unterschlagen. Hinzu kommt, dass die Boxen in unterschiedlichen Räumen auch unterschiedlich klingen. Um die räumlichen Gegebenheiten auszugleichen, können Sie einen Equializer benutzen. Richtig sinnvoll ist das aber nur, wenn der Raum vorher mit einem Messmikrofon und Analyzer ausgemessen wird. Anhand des Messergebnisses sehen Sie welche Frequenzen Sie anheben bzw. absenken müssen. Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, den Klang ausschließlich nach seinen Ohren einzustellen, gerade so wie es ihm gefällt.

Die Technik der Surround-Lautsprecher
Für Surround-Lautsprecher und deren Aufbau gibt es unterschiedliche Theorien, wobei sich eine ganz klar durchgesetzt hat: Ein Subwoofer und vier bzw. fünf Satelliten-Lautsprecher gleicher Größe und Bauart. Der Subwoofer überträgt die tiefen, die Satelliten die mittleren und hohen Töne. Weil die Satelliten keine tiefen Töne übertragen müssen, kann der Lautsprecher und das Gehäuse sehr klein gehalten werden, was große Vorteile bei der Aufstellung der Anlage bringt. Die tiefen Töne des Subwoofers kann das menschliche Ohr nicht orten - sofern er erst unterhalb von 80 bis 100 Hertz ankoppelt. Dann kann er irgendwo im Raum versteckt aufgebaut werden.

Echte Dolby-Digital-Systeme (5.1) bestehen aus insgesamt sechs Boxen. Bei unserem Test aus einem Subwoofer und fünf Satellitenboxen. Surround-Systeme bestehen aus fünf Boxen, aus einem Subwoofer und vier Satellitenboxen. Zu guter Letzt haben wir Systeme mit nur zwei Satelliten und einem Subwoofer getestet.

Tipp 1
Sollten Sie die Lautsprecher in der Nähe von Monitor oder Fernseher aufstellen, achten Sie darauf, dass sie magnetisch abgeschirmt sind. Die Magneten der Lautsprecher können die Elektronenstrahlen der Bildschirmröhre ablenken und damit Farbfehler und Verzerrungen provozieren. Oft schon nach mehrtägiger magnetischer Einwirkung sind die Fehler irreparabel.

Tipp 2
Die meisten Hersteller haben ihre Boxen mit viel zu dünnen Anschlusskabel geschickt. Die HiFi-Norm schreibt hier 0,75 mm2 vor. HiFi-Enthusiasten verwenden Kabel mit einem Durchmesser um die 4 mm2. Tatsache ist, je dicker der Draht, umso weniger Sound-Verlust, um so kräftiger die Basswiedergabe. Es lohnt sich also auf jeden Fall ein dünnes Kabel gegen ein angemessen dickes zu tauschen.

Tipp 3
Wenn Ihr Subwoofer Frequenzen über 100 Hz überträgt, sollten Sie sich beim Aufbau der Anlage etwas mehr Mühe geben. Dann ist der Aufstellungsort nämlich nicht mehr gleichgültig. Am besten Sie experimentieren dann mit dem Aufstellungsort des Subwoofers. Eine kleine Hilfe: Legen Sie den Subwoofer zuerst an den Platz, an dem Sie bevorzugt sitzen, wenn Sie Musik hören. Jetzt gehen Sie im Zimmer umher und suchen den Platz an dem der Subwoofer am besten Klingt. Und genau dahin stellen Sie anschließend den Subwoofer.

     
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