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Eine berechtigte Frage wenn der Blick auf das Preisschild
fällt. Die Antwort ist so einfach wie eindeutig: Nein. Der
Test beweist das guter Klang ganz einfach Geld kostet. Die
zweite Frage wäre: Wie kann man so unterschiedliche Lautsprechersystem
gerecht beurteilen?
Auch hier ist die Antwort einfach. Eine Lautsprecheranlage
muss vor allem eines: Die Stromimpulse des Verstärkers in
möglichst naturgetreuen Schall umwandeln. Keine leichte Aufgabe
wie der Test beweist: Da werden bestimmte Frequenzbereiche
überhöht dargestellt, andere wiederum unterschlagen. Hinzu
kommt, dass die Boxen in unterschiedlichen Räumen auch unterschiedlich
klingen. Um die räumlichen Gegebenheiten auszugleichen, können
Sie einen Equializer benutzen. Richtig sinnvoll ist das aber
nur, wenn der Raum vorher mit einem Messmikrofon und Analyzer
ausgemessen wird. Anhand des Messergebnisses sehen Sie welche
Frequenzen Sie anheben bzw. absenken müssen. Natürlich bleibt
es jedem selbst überlassen, den Klang ausschließlich nach
seinen Ohren einzustellen, gerade so wie es ihm gefällt.
Die Technik der Surround-Lautsprecher
Für Surround-Lautsprecher und deren Aufbau gibt es unterschiedliche
Theorien, wobei sich eine ganz klar durchgesetzt hat: Ein
Subwoofer und vier bzw. fünf Satelliten-Lautsprecher gleicher
Größe und Bauart. Der Subwoofer überträgt die tiefen, die
Satelliten die mittleren und hohen Töne. Weil die Satelliten
keine tiefen Töne übertragen müssen, kann der Lautsprecher
und das Gehäuse sehr klein gehalten werden, was große Vorteile
bei der Aufstellung der Anlage bringt. Die tiefen Töne des
Subwoofers kann das menschliche Ohr nicht orten - sofern er
erst unterhalb von 80 bis 100 Hertz ankoppelt. Dann kann er
irgendwo im Raum versteckt aufgebaut werden.
Echte Dolby-Digital-Systeme (5.1) bestehen aus insgesamt sechs
Boxen. Bei unserem Test aus einem Subwoofer und fünf Satellitenboxen.
Surround-Systeme bestehen aus fünf Boxen, aus einem Subwoofer
und vier Satellitenboxen. Zu guter Letzt haben wir Systeme
mit nur zwei Satelliten und einem Subwoofer getestet.
Tipp 1
Sollten Sie die Lautsprecher in der Nähe von Monitor oder
Fernseher aufstellen, achten Sie darauf, dass sie magnetisch
abgeschirmt sind. Die Magneten der Lautsprecher können die
Elektronenstrahlen der Bildschirmröhre ablenken und damit
Farbfehler und Verzerrungen provozieren. Oft schon nach mehrtägiger
magnetischer Einwirkung sind die Fehler irreparabel.
Tipp 2
Die meisten Hersteller haben ihre Boxen mit viel zu dünnen
Anschlusskabel geschickt. Die HiFi-Norm schreibt hier 0,75
mm2 vor. HiFi-Enthusiasten verwenden Kabel mit einem Durchmesser
um die 4 mm2. Tatsache ist, je dicker der Draht, umso weniger
Sound-Verlust, um so kräftiger die Basswiedergabe. Es lohnt
sich also auf jeden Fall ein dünnes Kabel gegen ein angemessen
dickes zu tauschen.
Tipp
3
Wenn Ihr Subwoofer Frequenzen über 100 Hz überträgt, sollten
Sie sich beim Aufbau der Anlage etwas mehr Mühe geben. Dann
ist der Aufstellungsort nämlich nicht mehr gleichgültig. Am
besten Sie experimentieren dann mit dem Aufstellungsort des
Subwoofers. Eine kleine Hilfe: Legen Sie den Subwoofer zuerst
an den Platz, an dem Sie bevorzugt sitzen, wenn Sie Musik
hören. Jetzt gehen Sie im Zimmer umher und suchen den Platz
an dem der Subwoofer am besten Klingt. Und genau dahin stellen
Sie anschließend den Subwoofer.
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